Reuther hat Vorsitz für ein weiteres Jahr

Mitgliederversammlung des Fördervereins Freibad Heidelsheim stimmt Beitragssenkung zu

Heidelsheim (pm.) Dietrich Reuther bleibt für ein weiteres Jahr
Vorsitzender des Fördervereins Freibad Heidelsheim. Die
Mitgliederversammlung bestätigte Reuther bei ihrer Sitzung ohne
Gegenstimmen in seinem Amt. Dieser hatte bereits vor längerem erklärt,
aufgrund anderer Verpflichtungen nur noch ein Jahr für die Leitung des
rund 550 Mitglieder zählenden Vereins bereit zu stehen. Es hatte sich
kein anderer Kandidat gefunden.

Reuther, der dem Förderverein seit seiner Gründung im Jahr 2006
vorsteht, appellierte an die Versammlung, sich schon jetzt um die
Nachfolge für den Vorsitz zu bemühen. Für das kommende Jahr wird der
Verein seine Mitglieder mit einer Beitragssenkung von 25 Prozent
erfreuen: Familienkarten kosten pro Saison nur noch 45 statt 60 Euro,
Einzelpersonen bezahlen 30 statt 40 Euro.

Die Beitragssenkung sei möglich geworden, weil der Verein 2011 weniger
Ausgaben für die Attraktivitätssteigerung des Freibads aufwenden müsse.
Dadurch sollen auch neue Mitglieder gewonnen werden. Im vergangenen Jahr
seien die großen Projekte – der Bau eines Multifunktionsfeldes, eines
Boule- und Tischtennisplatzes sowie die Neugestaltung des alten
Eingangsbereichs zwischen Hallenbad und TV-Halle – abgeschlossen worden.
Für 2011 seien keine Bauprojekte geplant.

Mit den reduzierten Mitgliedsbeiträgen würden die Fixkosten für die
Verpflichtungen gegenüber den Stadtwerken Bruchsal getragen. Der Verein
hat sich verpflichtet, die Umkleide und die sanitären Anlagen zu
reinigen, er übernimmt die Rasenmäharbeiten und die Pflege der Grünanlagen.

Die Existenz des Freibads sei durch die äußerst schlechte Kassenlage und
den Spardruck der Stadt Bruchsal bedroht, machte Reuther deutlich. „Wenn
wir unsere Verpflichtungen nicht erfüllen, wird das Bad geschlossen“,
sagte er. Es sei schädlich, wenn einige ihre Vereinsmitgliedschaft
kündigten, weil sie glaubten, das erfolgreich sanierte Bad sei „sicher“.

Ein Wermutstropfen sei, dass das Freibad Heidelsheim in der kommenden
Saison keinen Kioskbetreiber mehr haben werde, sagte Reuther. Der Verein
bemühe sich um einen Ersatz, der auch von den Stadtwerken akzeptiert
werden muss.

Die Mitglieder gedachten dem Vereinsgründungsmitglied und ersten
Kassierer, Klaus Jügelt, der im Juli gestorben war. Noch wenige Tage vor
seinem Tod, beim Sommerfest, war der Aktive der ersten Stunde im Einsatz.

Bei den Wahlen stand Sandra Justin als Schriftführerin nicht mehr zur
Verfügung. Ilona Müller-Bathia wurde als Kassiererin sowie Anja Veith
und Hans-Max Zutavern als Beisitzer für jeweils zwei weitere Jahre gewählt.